Sonntag, 14. Februar 2016

#12 - Manchester (Part 1)



Anlässlich des Mid-Term-Breaks in Irland, so haben meine Freundin Theresa und ich beschlossen, könnte man ja mal einen etwas größeren Trip unternehmen: wie wäre es mit Großbritannien? Gesagt, getan und so fanden wir uns am 13.02. um 4.30 (grauenhaft früh) morgens im Taxi zu Dublins Flughafen wieder. Wir hatten schließlich nur 3 Tage zur Verfügung und ein relativ knappes Reisebudget. Die Flüge waren reativ schnell und ziemlich günstig bei RyanAir gebucht, die Wahl unses Reisezieles viel uns da wesentlich schwerer. Also dachten wir uns, hey warum nicht gleich zwei Städte?

Erster Stopp: Manchester. Der Flug dauert von Dublin aus lächerliche 20min. Und so sind wir überpünktlich zum Frühstück da und können den kompletten Tag nutzen, um die Stadt zu erkunden. Auf dem Weg hatten wir noch ein paar Leute angequatscht und nach Frühstücksempfehlungen gefragt. Bei einer Tasse gutem English Breakfast Tea und Pancakes (man gönnt sich ja sonst nichts) kam uns dann die Idee, wir könnten ja mal schauen wie wir zu unserem Hostel kommen. Und so viel uns auf, dass uns leider bei unserer Reiseplanung ein kleiner Fehler unterlaufen war. Manchester hat leider zwei "Market Streets" - schade schokolade. So befand sich unser Hostel leider nicht mitten im Stadtzentrum, sondern in einem kleinen Vorort namens Kearsley... Aber wie sich später herausstellte, sind wohl die meisten Hotelgäste im "The Grapes" so dort gelande! Wir sind also nicht die einzigen Blöden. Naja nachdem Theresa am liebsten schon spontan auf "couchsurfing" umgestiegen wäre und nach ordentlicher Internetrecherche und Telefonaten hatten wir dann auch endlich herausgefunden welche Bahn fuhr und konnten den Tag ausgiebig genießen bevor es abends zum Hostel ging. Ein paar fotographische Eindrücke:


Sonntagmorgen, nach dem dringend benötigten Ausschlafen machten wir uns dann wieder auf den Weg in die Stadt. Leider, so stellte sich raus, sollte das  nicht ganz so einfach werden, denn in "Kearsley" fahren die Bahnen sonntags leider nicht... Nach dem gescheiterten Versuch zu trampen, fand sich tatsächlich ein Bus der uns in die Stadt bringen sollte, sodass wir doch noch rechtzeitig dort waren um zu frühstücken und pünktlich um 14 Uhr den Bus nach Liverpool zu bekommen.

- Fortsetzung folgt -

Mittwoch, 13. Januar 2016

#11 - Wicklow Mountains

Und da saß ich am 04.01. nun wieder im Flugzeug nach Dublin, genauso wie schon 4 Monate zu vor. Krass wie die Zeit vergeht oder? Diesmal jedenfalls wusste ich, im Vergleich zu damals, genau was mich nach meinen Weihnachtsferien zuhause erwarten sollte. Voller Vorfreude, saß ich also im Bus vom Flughafen in mein zweites Zuhause, nach Dublin, in dem ich mich dieses Mal viel besser auskannte (trotz katastrophalem Orientierungsinn) und schon jetzt mich haufenweise Erinnerungen verknüpfte..

Und so startete mein Jahr 2016 und ziemlich schnell war der Arbeitsalltag zurück. Eins der besten Dinge am AuPair-Job: die freien Wochenenden. Und so spare ich mein Geld (so gut es eben klappt) und plane Wochenendtrip für Wochenendtrip. Und darum soll es auch in diesem Blogpost gehen...

Am ersten Wochenende im Januar machten meine Freundin Theresa und ich uns mit dem Bus auf den Weg in die Wicklow Mountains, nach Glendalough. Einen Ort, den wir beide auf unser Bucketlist stehen hatten.
Glendalough liegt ca. 1,5 Stunden Busfahrt entfernt, südlich von Dublin und ist ein Tal in den Wicklow Mountains. Zwischen den Bergen liegen zwei Seen, der Lower Lake und der Upper Lake, die Landschaft ist traumhaft schön und am Ende unseres Spaziergangs haben wir noch einen sehr alten aber wunderschönen Friedhof besichtigt, bevor es dann auch schon wieder zurück nach Dublin ging.


#carolinnuramfotographieren #weihnachtsgeschenkhatsichgelohnt
❤ ❤ ❤

Sonntag, 6. Dezember 2015

#10: Northern Ireland: Giant's Causeway (Part 2)

Das Highlight meines Wochenendes: der Giant's Causeway (Damm der Riesen)

Dafür holt uns Busfahrer Garry um 08:30 Uhr in Belfast ab, der uns die nächsten acht Stunden durch die Gegend kutschieren wird. Das Wetter scheint uns heute nicht im Stich zu lassen! Aber bevor wir überhaupt unser Hauptziel, den Giant's Causeway erreichen, kommen wir noch an vielen anderen Sehenswerten Plätzen vorbei.

So war der erste Stopp das Dunluce Castle, eine alte Schloss-Ruine aus dem Mittelalter.
(Für alle die Game of Thrones geschaut haben: das hier ist der Drehort für das Anwesen der Familie Graufreud!). Außerdem haben wir noch an einem Aussichtspunkt Halt gemacht, von dem man auf Northern Irelands kleinstes Dorf schauen kann: 41 Einwohner und sogar eine Kirche (in die laut Busfahrer zusätzlich zum Pfarrer noch zwei Menschen passen...)

Nach einer Weile kamen wir nun endlich an unserem Haupt Ausflugsziel an: dem Giant’s Causeway (deutsch: Damm der Riesen). Der Name entspringt einer alten irischen Sage, in der der Riese Finn MacCool aufgrund eines Streits mit dem schottischen Riesen Benandonner herausgefordert worden sei, einen Damm nach Schottland hinüberzubauen, das man noch heute bei gutem Wetter am Horizont erahnen kann, um seinen Rivalen in der Mitte zu treffen.
Everyone knows that giants don't like getting their feet wet. That's why Finn built the Causeway to Scotland.
Wissenschaftlich wird die Entstehung des heutigen Weltkulturerbes wiederum durch die langsame Abkühlung von heißer Lava begründet, was die wirklich außergewöhnlich auschauende Steinlandschaft aus "Basaltsäulen" geformt haben soll. Aber um ehrlich zu sein, gefällt mir die Geschichte der zwei Riesen besser. Findet ihr nicht auch, dass die Steine wie große, runde Fußstapfen aussehen?





Nachdem wir eineinhalb Stunden dort verbracht hatten, fuhr uns der Busfahrer zur Old Bushmills Destillerie, die schon über 400 Jahre alt sei und uns herzlich zu einer Whiskeyverkostung einlud.
Und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stopp: die Carrick-a-Rede Hängebrücke. Anstatt hinüber zu laufen, was sowieso nach einer sehr wackligen Angelegenheit aussah, entschieden Ronja, Theresa und ich uns dafür, uns auf eigene Faust etwas umzusehen.


Nach diesem letzten Stopp fuhren wir die Coastal Route entlang zurück nach Belfast, wo wir nach dem Abendessen den Bus zurück nach Dublin namen. Und so schnell ist dann solch ein schönes Wochenende auch wieder vorbei und die nächste Arbeitswoche beginnt.

Liebe Grüße,

Samstag, 5. Dezember 2015

#9 - Northern Ireland: Belfast (Part 1)


Lediglich zweieinhalb Sunden mit dem Bus gen Norden und schon haben meine Freundinnen Theresa, Ronja und ich britischen Boden unter den Füßen. Um 8.30 ging es am Nikolauswochenende für uns mit dem Aircoach nach Belfast, Northern-Ireland. Dass es hier irgendwie ein bisschen anders aussieht stellen wir direkt fest und sind fasziniert von klischeehaften, knallroten Telefonzellen und schwarzen Sherlock-Taxis.
Weil es ohne Zwischenfälle ja langweilig wäre, vergesse ich dabei auch noch etwas im Bus, was ich nach ein paar Telefonaten und netten nordirischen Herren aber bald wieder habe. Also ziehen wir los, um die Stadt auf eigene Faust ein bisschen zu erkundigen.

Nachdem wir gefühlt die ganze Zeit nur im Kreis laufen entscheiden wir uns spontan bei einem dieser roten "Hop on - Hop off" Busse mitzufahren, der Parlamentsgebäude, ein berühmtes College, den Hafen und noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten abklappert.

Besonders schön finde ich Belfast nun nicht, vor allem bei dem Regen, der gar nicht mehr aufhören möchte. Es ist eher eine Industriestadt. Aber abgesehen von Bürgerkriegen und Revolutionen ist Belfast wohl am bekanntesten für den Bau der Titanic. Zu Ehren dieser ziert ein riesiges und atemberaubendes Museum den Hafen, wo wir am Nachmittag noch eine Stunde verbringen. Auch wenn die Zeit bei Weitem nicht gerreicht hat.

Auf dem Rückweg zum Hostel schlendern wir noch über einen Weihnachtsmarkt, kochen uns dort eine deliziöse Portion Spaghetti und machen uns auf Pub-Suche. Wir landen schließlich im "Limelight" einem Club, der uns von zwei Belfasterinnen auf der Straße empfohlen wird und haben einen sehr netten Abend, bevor es am nächsten Tag los geht zum eigentlichen Ziel unserer Belfast-Tour...

Sonntag, 18. Oktober 2015

#7 - Galway und die Cliffs of Moher

Egal in welchem Touristenführer man schaut, welchen "Top 10 der schönsten Plätze Irlands"-Artikel man liest oder welchen Iren man fragt, allesamt sind sie sich einig: die Cliffs of Moher an der Westküste von Irland muss man gesehen haben. Perfekt also, dass meine Organisation SkDublin Mitte Oktober (ja ich weiß, ich hinke etwas hinterher mit dem updaten meines Blogs...) einen Trip eben dorthin anbietet. 

An einem Samstag Morgen geht es mit dem Bus vom Merrion Square im Stadtzentrum gen Westen, wo wir nach etwa 3 Stunden Fahrt in Galway ankommen. Dort checken meine Freundin Teresa und ich dann erstmal in das Bed&Breakfast ein was wir uns im Internet gebucht haben, stolze 33€ kostet und irgendwie kleiner ist als wir uns es vorgestellt hatten. Aber dafür umso familiärer merken wir, als uns die süße irische Omi überschwänglich begrüßt, die den Laden mit seinen 5 kleinen, trutschigen Zimmern ganz alleine zu schmeißen scheint. Spätestens als sie uns dann mit krassem irischen Akzent fragt, was wir uns denn zum Frühstück wünschen würden und Pancakes anbietet, hab ich sie schon ins Herz geschlossen.

Kurze Zeit später brechen wir im Vorort und Strand-Urlaubsgebiet Salthill auf um Galway zu erkunden. Eine wirklich süße Stadt mit kleinen Geschäften zum bummeln und vielen Straßenmusikern. Ziemlich irisch. Aber ansonsten nicht so spannend. Abends dann erst italienisch essen und danach eine Weile in einen Pub mit Livemusik. Am nächsten Morgen (und nach den Pancakes...) hat sich die ganze Truppe in Galway getroffen, wo der Bus uns alle einsammeln sollte und nach ein paar kleinen Zwischenstops bei schönen Ausblicken und Burgen wie dem Dunguire Castle, zu den Cliffs of Moher bringen sollte. Die wohl bekanntesten Steilklippen Irlands und vor allem auch als Kulisse für zahlreiche Filme über dessen Grenzen hinweg. (z.B. Harry Potter und der Halfblutprinz wurde hier gedreht!)






So etwas gigantisches habe ich in meinem ganzen Leben nicht gesehen. Über kilometer hinweg geht es mehr oder weniger steil senkrecht hinab. Auch wenn wir alle 1000 Fotos gemacht haben; man kann das Gefühl nicht annähernd einfangen, wie man am Rand der gigantischen Klippen direkt am Abgrund steht, wo in Deutschland mit Sicherheit schon längst ein hoher Zaun oder eine Mauer stände, hier in Irland lediglich ein Schild zum Haftungsausschluss...


 

Und dann guckst du ca 200m tief auf das Meer, das gegen die Steinfelsen schlägt. Einfach nur wow.