Sonntag, 6. Dezember 2015

#10: Northern Ireland: Giant's Causeway (Part 2)

Das Highlight meines Wochenendes: der Giant's Causeway (Damm der Riesen)

Dafür holt uns Busfahrer Garry um 08:30 Uhr in Belfast ab, der uns die nächsten acht Stunden durch die Gegend kutschieren wird. Das Wetter scheint uns heute nicht im Stich zu lassen! Aber bevor wir überhaupt unser Hauptziel, den Giant's Causeway erreichen, kommen wir noch an vielen anderen Sehenswerten Plätzen vorbei.

So war der erste Stopp das Dunluce Castle, eine alte Schloss-Ruine aus dem Mittelalter.
(Für alle die Game of Thrones geschaut haben: das hier ist der Drehort für das Anwesen der Familie Graufreud!). Außerdem haben wir noch an einem Aussichtspunkt Halt gemacht, von dem man auf Northern Irelands kleinstes Dorf schauen kann: 41 Einwohner und sogar eine Kirche (in die laut Busfahrer zusätzlich zum Pfarrer noch zwei Menschen passen...)

Nach einer Weile kamen wir nun endlich an unserem Haupt Ausflugsziel an: dem Giant’s Causeway (deutsch: Damm der Riesen). Der Name entspringt einer alten irischen Sage, in der der Riese Finn MacCool aufgrund eines Streits mit dem schottischen Riesen Benandonner herausgefordert worden sei, einen Damm nach Schottland hinüberzubauen, das man noch heute bei gutem Wetter am Horizont erahnen kann, um seinen Rivalen in der Mitte zu treffen.
Everyone knows that giants don't like getting their feet wet. That's why Finn built the Causeway to Scotland.
Wissenschaftlich wird die Entstehung des heutigen Weltkulturerbes wiederum durch die langsame Abkühlung von heißer Lava begründet, was die wirklich außergewöhnlich auschauende Steinlandschaft aus "Basaltsäulen" geformt haben soll. Aber um ehrlich zu sein, gefällt mir die Geschichte der zwei Riesen besser. Findet ihr nicht auch, dass die Steine wie große, runde Fußstapfen aussehen?





Nachdem wir eineinhalb Stunden dort verbracht hatten, fuhr uns der Busfahrer zur Old Bushmills Destillerie, die schon über 400 Jahre alt sei und uns herzlich zu einer Whiskeyverkostung einlud.
Und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stopp: die Carrick-a-Rede Hängebrücke. Anstatt hinüber zu laufen, was sowieso nach einer sehr wackligen Angelegenheit aussah, entschieden Ronja, Theresa und ich uns dafür, uns auf eigene Faust etwas umzusehen.


Nach diesem letzten Stopp fuhren wir die Coastal Route entlang zurück nach Belfast, wo wir nach dem Abendessen den Bus zurück nach Dublin namen. Und so schnell ist dann solch ein schönes Wochenende auch wieder vorbei und die nächste Arbeitswoche beginnt.

Liebe Grüße,

Samstag, 5. Dezember 2015

#9 - Northern Ireland: Belfast (Part 1)


Lediglich zweieinhalb Sunden mit dem Bus gen Norden und schon haben meine Freundinnen Theresa, Ronja und ich britischen Boden unter den Füßen. Um 8.30 ging es am Nikolauswochenende für uns mit dem Aircoach nach Belfast, Northern-Ireland. Dass es hier irgendwie ein bisschen anders aussieht stellen wir direkt fest und sind fasziniert von klischeehaften, knallroten Telefonzellen und schwarzen Sherlock-Taxis.
Weil es ohne Zwischenfälle ja langweilig wäre, vergesse ich dabei auch noch etwas im Bus, was ich nach ein paar Telefonaten und netten nordirischen Herren aber bald wieder habe. Also ziehen wir los, um die Stadt auf eigene Faust ein bisschen zu erkundigen.

Nachdem wir gefühlt die ganze Zeit nur im Kreis laufen entscheiden wir uns spontan bei einem dieser roten "Hop on - Hop off" Busse mitzufahren, der Parlamentsgebäude, ein berühmtes College, den Hafen und noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten abklappert.

Besonders schön finde ich Belfast nun nicht, vor allem bei dem Regen, der gar nicht mehr aufhören möchte. Es ist eher eine Industriestadt. Aber abgesehen von Bürgerkriegen und Revolutionen ist Belfast wohl am bekanntesten für den Bau der Titanic. Zu Ehren dieser ziert ein riesiges und atemberaubendes Museum den Hafen, wo wir am Nachmittag noch eine Stunde verbringen. Auch wenn die Zeit bei Weitem nicht gerreicht hat.

Auf dem Rückweg zum Hostel schlendern wir noch über einen Weihnachtsmarkt, kochen uns dort eine deliziöse Portion Spaghetti und machen uns auf Pub-Suche. Wir landen schließlich im "Limelight" einem Club, der uns von zwei Belfasterinnen auf der Straße empfohlen wird und haben einen sehr netten Abend, bevor es am nächsten Tag los geht zum eigentlichen Ziel unserer Belfast-Tour...